Position einer Schriftstellerin
kein angespannter Arm/ keine abgehackte Hand/ kein träger Muskelkater/ oder einschlafende Glieder/ geschweige denn eine Axt/ die Gedanken fällt
kein angespannter Arm/ keine abgehackte Hand/ kein träger Muskelkater/ oder einschlafende Glieder/ geschweige denn eine Axt/ die Gedanken fällt
Es ist, wie es ist, ohne etwas sein zu wollen. Deswegen ist es alles, was es sein kann.
Immer das Gleiche: sträuben, strecken, straucheln, stranden.
Die eingetretene Stille könnte der eines Gehörlosen ähneln, wenn da nicht dein nervender Herzschlag wäre, der dir Beklemmungsgefühle einhämmert. Jetzt könntest du dich endlich fokussieren, doch die dumpfe Stille legt die Geschwindigkeit deines Denkens lahm. Du hörst immer noch deinen Atem, der so klingt, als ob du in einen Tiefschlaf fällst.
Unter einer Holztür luken die Schnurrhaare einer Katze hervor. Ihr Motor ist aus, aber bei manchen Exemplaren schlägt trotzdem das Herz. Ob sie den Kampf mit dir überlebte? Du entsinnst dich an den Abdruck einer Erinnerung. Sie war hartnäckig hinter dir her und haute ihre Zähne tief ins Fleisch deiner Glieder. Als sie sich festgebissen…
Das Feuer ist erloschen, aber in dir glimmt die Glut. Und plötzlich hast du eine Position. Du bist andauernd in Betrieb oder zumindest auf Stand-by.
Es setzt sich in deinem Kopf fest. Es sitzt da unverfroren. Ein Punkt so groß wie die Kuppe deines Zeigefingers sitzt perfekt lokalisierbar im linken Frontallappen. Mit einem Skalpell schnitzt du dich durchs Gewebe und piekst mit der Instrumentenspitze auf die Stelle und schreist den ganzen Schmerz raus. Endlich hat es genug Luft, um sich…