Fließen
Du möchtest, dass die Zeit vergeht, ohne dass sie irgendwohin vergeht. Du vergehst mit ihr. Mehr brauchst du nicht.
Du möchtest, dass die Zeit vergeht, ohne dass sie irgendwohin vergeht. Du vergehst mit ihr. Mehr brauchst du nicht.
Meinst du es so, wie ich denke, dass es klingt?
die Empfindungen kleben wie Hefe/ eine ganze zähe Masse bildet Blubbern/ mit der Pinzette reingestochen/ mit der Lupe das Tier in der Wade gesucht/ du puhlst dich durch den Grind, hältst die Lupe dran/ und findest den Körper der Made einfach nicht/ du hast eine Vorahnung/ schließe die Wunde
Endet alles in der Gleichzeitigkeit, in der Ausdehnung. Bewusstsein ist etwas, dass sich ausdehnt, wie das Universum. Wenn alles eins ist, gibt es keine Zersplitterung und keine Teilchen. Die Welt ist ein verwobenes Ganzes und wir erschaffen Realität. Was ist dann das Ereignis? Dass keins mehr stattfindet? Oder es nur jetzt und jetzt und jetzt…
Du könntest dir einen Tunnel graben, um am anderen Ende der Welt raus zu kommen. Wie praktisch wäre es, wenn du gleich durch ein Wurmloch schlüpfst und auf einem Planeten eines anderen Sonnensystems landest. Dort käme dir alles so fremd vor, dass du ununterbrochen kotzen müsstest.
Nicht die Zeit ist stehen geblieben, sondern du bist in der Zeit stehen geblieben.
Zwei Skelette bewegen sich aufeinander zu und stampfen einen Holzplock in die Erde oder in Beton.