Durchziehen
Ich weiß, wer ich bin. Was ich tue, will ich nicht wissen, solange ich es machen kann.
Ich weiß, wer ich bin. Was ich tue, will ich nicht wissen, solange ich es machen kann.
Meine Heimat ist Deutschland, mein Wohnort wechselhaft, meine Haut wie eine Landkarte mit eingeschriebenen Mustern. Da ist das Universum drauf. Meine Augenfarbe verändert sich mit den Jahreszeiten, meine Stimmung ist tageszeitabhängig, mein Bestreben plötzlich, meine Sehnsüchte von einem Bumerang zerstreut. Mal bin ich schnell begeisterungsfähig, dann wieder uneinsichtig, im wesentlichen menschlich, also sozial. Ich bin…
Ich kann nichts, was ich sinnlich wahrnehme, ausblenden, meine Aufmerksamkeit ist eine überwache Konzentration. Ich erledige permanent Trennungsarbeit durch Fokussierung bei der gleichzeitigen Wahrnehmung der Reize, die auf mich einströmen.
Wenn deine Hülle so dünn ist wie meine, dann spürst du alles durch dich durchgehen, als ob es direkt zu dir gehört. Du verleibst es dir ein und obwohl es nicht dein eigen ist, fühlt es sich so an. Du hast dieses Verhältnis nicht nur Menschen oder Situationen gegenüber, sondern allem, was du aufnimmst. Du…
Das plötzliche Bewusstsein eines für immer andauernden Todes schießt als konstant anwesende Information in mein Wissensfeld. Das Wissen darum ist das Einzige, was übrig bleibt, wenn alle Ablenkungen verschwunden sind. Ich sollte mich mit meinen Hinterlassenschaften anstrengen.
Wenn es sich mit der schlechten, negativ behafteten Erinnerung so verhält, dass etwas Besseres sie überdecken möge oder gänzlich zum Verschwinden brächte, dann muss man zwingend die neuen Betrachtungsweisen erinnern und die wiederholen. Die neue Betrachtungsweise fällt plötzlich ein und zieht noch schneller von dannen.
Mein Bewusstsein funktioniert in seinen Tiefen fraktal. Ich wünsche mir, dass ich das mal zeichnen kann, die ganzen Eruptionen. In meinem Empfinden ist es das reinste Feuerwerk. Die Formen und Muster, die ich im Innern meiner Augen sehe, sind immer matt.