Rinnenmixtur
In einer dreckigen Rinne fließt ein Tropfen, total verschmiert von rostigem Eisen oder einem Gemisch aus Blut und Endolymphe.
In einer dreckigen Rinne fließt ein Tropfen, total verschmiert von rostigem Eisen oder einem Gemisch aus Blut und Endolymphe.
In einer großen Pfütze sinkst du ausgestreckt auf den Rücken. Du tauchst mit den Ohren und der Unterseite deines Körpers in die gallertartige Masse des Glibbers ein. In dieser Verwebung wirst du immer leichter. Aus deinen Händen und Füßen kribbelt jede Schwere heraus. Dein Herz pocht gewaltig wie der dauernde, dunkle Unterton eines Raves. Du…
Es ist dir schleierhaft, wie du überhaupt zu dieser Umgebung einen Bezug aufbauen sollst, zu den zersprungenen Fenstern und den eingerissenen Wänden. Du musst nur lange genug liegen, bis sich ein Zugehörigkeitsempfinden einstellt. Wenn du weiterhin zwischen den Trümmern liegst, aus denen sich deine Sinne erheben, besteht die Chance, dass du dich vom Subjekt zum…
Du blinzelst dich verzückt in was Bekanntes, doch die Reizweiterleitung hakt wie ein Krückstock im Zahnrad, re-tre-tre-tre, re-tre-tre-tre, re-tre-tre-tre, die Cerebrospinalflüssigkeit tropft, Verschleiß im Kettengetriebe, die Informationen zirkulieren nicht mehr richtig, es kommt zu Verbindungsabbrüchen. Du kannst nichts so zusammensetzen, wie es mal war. Gegenwärtig siehst du das Altbekannte mit anderen Augen. Dir fehlt der…
Du versinkst in einer längst vergessenen Welt und lässt dich darin vollkommen gehen, kriechst zentimeterweise voran, nahezu in Zeitlupe, ganz ohne Ziel, ohne mit dem Kopf nach etwas zu sehen. Es genügt dir hin und wieder ein Knacken im Gestrüpp zu hören, doch auch diese Geräusche wirken fern. Die Ferne ist unerheblich in all diesen…
Du siehst, wie in einem Raum mit gelben Fliesen ein superrostiges Quadrat an vier Streben herunterfährt. Du hockst am Eingang des Raums auf den Knien und weißt, auf diesem wackeligen Quadrat sollst du ausharren. Du wirst darauf geworfen und eingesperrt. Dort erwehrst du dich jeder Vorstellung, gibst dich weder ihrem Wachsen noch ihrem Schrumpfen hin….
Aus der Narkose frühzeitig erwachend, siehst du, wie dir eine Ärztin, von der du weißt, dass sie keine ist, unterhalb des Mundes ein kleines, silbernes Skalpell einsticht. Sie schneidet weiter bis unters Auge, wo die Ränder am dunkelsten sind. Unglaublich konzentriert wird sie davon müder und müder und bricht die Operation ab. Später betrachtest du…