An die Zukunft erinnern
Wenn man sich immer nur an die Vergangenheit erinnern kann und nicht an die Zukunft … Die Wissenschaft zerstört metaphysische Antworten, bietet aber keinen Ersatz. Es werden Fragen gestellt und Antworten vermieden.
Wenn man sich immer nur an die Vergangenheit erinnern kann und nicht an die Zukunft … Die Wissenschaft zerstört metaphysische Antworten, bietet aber keinen Ersatz. Es werden Fragen gestellt und Antworten vermieden.
Du vergisst viel, aber die wichtigen Sachen bleiben dir im Hirn, als ob du sie gestern erst erlebt hättest. Die damit verbundenen Gefühle bleiben die gleichen.
Solange du dich nicht erinnerst, gibt es nichts zu erzählen. Du möchtest dich gerne erinnern, aber die leidlichen dabei umgehen. Du wünschst dir eine Freifahrt ohne Hindernisse. Um das Aktivierungsdefizit auszuloten, holst du deine Gedächtnisinhalte gewaltsam zurück. Du platzierst eine Spule über deinem Kopf, aus der Wechselstrom in weit entfernte Hirnzentren fließt. So wickelst du…
Informationen, die du nicht loslassen kannst, bleiben immer im Papez-Kreis, die in dem Moment, wo du dich daran erinnerst, wieder aktiv werden.
Im Durchzug leben. Anagramme schreiben, den Wortschatz aufbrauchen, einmal komplett abdecken. Das macht die Sprache nicht beweglich, nur neue Ausdrücke können das. Der Verfall bietet zahlreiche Zusammenhänge, weil in ihm alle Spuren sind. Nichts überfrachten. Als Abwehr der Komplexität der Reize verfällt man in Trance. Eine Mischung aus Dichtung und Wissenschaft in bunt.
„Ein Text unterscheidet sich von der Erfassung anderer Wahrnehmungsobjekte. Ein Wahrnehmungsobjekt erschließt sich als Ganzes, ein Text über die verschiedenen Ablaufphasen der Lektüre.“ Wolfgang Iser: Der Akt des Lesens: Theorie ästhetischer Wirkung: Wilhelm Fink Verlag München, 1976: S. 177
Egal wer du bist, du hast diese Eindrücke von dir, weil du dich an was erinnerst.