Kopfkino

Da in deinem Kopf der Fasching andauert, sehnst du dich nach einer dauerhaften Bezugslosigkeit, nach einer Heimat, doch die Erde bebt. Es fällt dir schwer, einen Gedanken länger als zwei Sekunden zu halten. In diesem Strom willst du auf etwas zugreifen, dass sich permanent entzieht. Wie willst du dem Einhalt gebieten und Stillstand gewähren? Die blitzschnelle Abfolge von Verbindungen ermöglicht dir nur das Erfassen von Stichwörtern. Ja du bist überwach, aber wie bist du denn hier hierhergekommen? Du befindest dich in einem anhaltenden Ausnahmezustand, bei dem du außer dir bist. Alles Weitere bleibt in Bewegung, in einer Unruhe, die dich umgibt. Du wirst solange weiter kriechen, bis absolute Ruhe herrscht. Dann wirst du wissen, was du denkst. Dann ist eine exakte Verortung im Geist augenblicklich da.

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